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Leoben ist mit ca. 25.300 Einwohnern die zweitgrößte Stadt der Steiermark und das wirtschaftliche, technologische und kulturelle Zentrum der Obersteiermark.
Leoben ist durch die Montanuniversität und viele verschiedene Global-Player in der Privatwirtschaft sehr international. Was vor einigen Jahrzenten mit einer übersichtlichen Anzahl von Studierenden und Gastarbeitern begann, hat durch den Erfolg von Universität und Wirtschaft, aber auch durch verschiedenste Problematiken in Ungarn, im ehemaligen Jugoslawien und den letzten Entwicklungen am Flüchtlingssektor dazu geführt, dass sich permanent Menschen aus verschiedensten Kontinenten zeitlich beschränkt oder auch auf Dauer in Leoben niederlassen.
Anzumerken ist, dass in Leoben jährlich über 400 Veranstaltungen stattfinden. An der Universität studieren über 4000 Studenten aus 77 Nationen. Weiters ist Leoben mit dem Landesgericht, der Staatsanwaltschaft und der Justizanstalt ausgestattet, zusätzlich befindet sich in Leoben ein Schwerpunktkrankenhaus.

Diese Tatsachen bedingen, dass täglich mehrere tausend Menschen in Leoben ein- und auspendeln. So gibt es an Arbeitstagen ein ständiges Kommen und Gehen. Die Anbindung Leobens an die S6 und zwei internationale Bahnreiserouten tragen ein Übriges dazu bei.

Leoben ist eine sehr sichere Stadt, was aus sicherheitspolizeilicher Sicht festgehalten werden darf. Die Hälfte aller in der Steiermark anfallenden Delikte ist in Graz beheimatet, die zweite Hälfte verteilt sich auf die restliche Steiermark, wobei sich diese wiederum unterschiedlich auf die Bereiche Stadt und Land verteilt.

In den Jahren 2005 und 2012 gab es in der Stadt Leoben durch die Zusammenlegung von Polizei und Gendarmerie und der neuen Behördenstruktur intensive Neuerungen. Gleichzeitig wurden dadurch die Personalstände in der Stadt sowie im Bezirk stetig und erheblich reduziert.

In den letzten Jahren gab es in der Stadt laut Statistik, vergleichbar zu anderen Regionen in Österreich „weniger Kriminalität“.
Viele der Delikte konnten in den letzten Jahren durch akribische und mit hoher Qualität durchgeführter Ermittlungen aufgeklärt werden. Leider gibt es bei Eigentumsdelikten – hier vor allem bei den Haus-, Wohnungs-, Keller- und Firmeneinbrüchen sicherlich noch durchaus berechtigte Sorgen innerhalb der Bevölkerung.
Die ÖVP Leoben sieht Sicherheit als ein Grundbedürfnis der Bürgerinnen und Bürger und möchte alles daransetzen, um die Sicherheit und die Wahrnehmung seitens der Bevölkerung zu verbessern.
Die Gemeinderatsfraktion der ÖVP Leoben setzt sich daher für folgende Punkte als Konzeption für die Stadtgemeinde Leoben ein:

1) Die ÖVP Leoben setzt sich dafür ein, alles Nötige zu tun, um die Sicherheit sowie das subjektive Sicherheitsgefühl der Leobener Bevölkerung zu verbessern.

2) Ängste und Sorgen der Bürger müssen(!) ernstgenommen werden. Vieles kann schon durch Lokalaugenschein oder durch die Vermittlung an eine zuständige Behörde geklärt werden.

3) Das Projekt des Innenministeriums „GEMEINSAM.SICHER in Leoben“ wird forciert und die Bundespolizei durch
a. Hilfestellung bei Kontaktherstellung zur betreffenden Bevölkerung
b. Informationsveranstaltungen
c. Informationsweitergabe falls gewünscht
d. und Erkenntnisse aus dem „City Lab“ (Einrichtung der Stadtgemeinde um Bevölkerungsbefragungen durchzuführen)
unterstützt.

4) Das neu geschaffene „City Lab“ soll auch dahingehend genutzt werden, um Örtlichkeiten zu eruieren, die von der Bevölkerung gemieden werden, und um Erkenntnisse über mögliche „Szenen“ in Leoben zu erhalten und diese im Zuge des Projektes „GEMEINSAM.SICHER in Leoben“ an die Behörde weiterzugeben.

5) Die Schaffung von mindestens 2 Schwerpunkttagen in Verbindung mit allen Einsatzorganisationen und dem Zivilschutzverband zu gängigen Themen (Skidiebstahl, Dämmerungseinbruche, Erste Hilfe, Urlaubsvorsorge, Prävention, Radcodierung, etc.) soll in Angriff genommen werden. Diese sollen in- und außerhalb der Behörden (Rathaus, LCS, Stadtteile vor Ort) abgehalten werden.

6) Sicherheitsräume sind gemeinsam mit der Wirtschaft zu schaffen (Zonen, Räume, welche von Gewerbetreibenden angeboten werden, um Menschen in einer Notlage zu helfen.)

7) Verstärkte Kooperation bei der Informationsweitergabe durch Einsatzkräfte. Das österr. Rotes Kreuz/ die freiwillige Feuerwehr kommen oft zu diversen Gefahrenstellen, die ohne Informationsweitergabe lange unentdeckt bleiben können.

8) Einbindung der Jugendlichen über die Schulen
a. Präventionsveranstaltungen durch Schule und BMI
b. Aufklärung über Hotspots oder mögliche Gewaltszenen in Leoben

9) Ständige infrastrukturelle Verbesserungen an kritischen Stellen – den sogenannten „Angst-Räumen“ wie z.B. Verstärkung der Beleuchtung bei Unterführungen.

10) Die Forderung nach mehr Exekutivbeamten an den Bund aufrechterhalten und Leoben hier gut zu positionieren.

11) Informationsweitergabe an die Bevölkerung im Stadtmagazin durch die Schaffung eines Sicherheitsblatts bei unklaren Veränderungen in der Infrastruktur (Aufstellung von Straßenpflöcken zu Silvester, Sperre des Glacis, Klärung von Falschaussagen mittels ScoialMedia in Leoben, usw.)

12) Bericht der oben genannten Tätigkeiten einmal pro Jahr im Gemeinderat.