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Barack Obama und Seniorenbund Leoben PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Gerald Wadl   
Donnerstag, 6. November 2008
Was haben Barack Obama und der Seniorenbund der Stadt Leoben gemeinsam? Das "Yes, we can"? Nein - neben der zeitlichen Parallele geht es um ein Prinzip in der Politik, das niemals aus den Augen gelassen werden sollte. Vielen, wenn nicht alles ist möglich, so die richtigen Voraussetzungen gegeben sind. Und damit ist der Bogen schon gespannt zur verlorenen Nationalratswahl...
Beginnen wir bei Obama: Als vor Jahren die Serie "24" mit Kiefer Sutherland im TV sehen zu war, in der der gute CTU-Cop einen afro-aerikanischen Präsidenten zu beschützen hatte, dachte jeder Normalsterbliche: "Typisch Hollywood!". Keiner hätte es für realistische gehalten, dass in wenigen Jahren diese Hollywood-Vision tatsächlich Realität werden würde. Und ist es nicht gerade ein besonerer Treppenwitz der Geschichte, dass mit George W. Bush gerade einer der nicht unbedingt visionärsten und weitsichtigsten US-Präsidenten dieser Story den Weg ebnete? Mitunter ist die Realität sogar besser als Hollywood.
Nur um die Dinge ins rechte Lot zu rücken: ich halte nichts von der messianischen Darstellung Obamas - ich habe keine Heilserwartung von einem US-Präsidenten, da ist mir das Amt zu profan. Nichtsdestotrotz erwarte ich mir einige Korrekturen in der US-Politik, vor allem in der Außenpolitik, und damit ist dem Wort Change durchaus schon genüge getan.

Dieser Wahlsieg von Barack Obama dominierte naturgemäß die Gespräche und Aktivitäten des gestrigen Tages - so auch den Stadttag des Seniorenbundes Leoben, der im GH Greif stattfand. Wenn nun immer wieder behauptet wird, der Seniorenbund sei so unpolitisch, der war noch nie bei einem Treffen des Leobener Seniorenbundes dabei. Sowohl Eva Maria Lipp als auch Seniorenbund-Bezirksobmann Willi Bernhardt, ein echter zoon politicon, bringen hier ihre Botschaften schon exakt an den Mann/die Frau. Und gemeinsam mit Stadtobfrau Adi Missethon, zu deren Wiederwahl von gestern natürlcih auch recht herzlich gratuliert sei, zaubern die Verantwortlichen da eine Veransdtaltung hin, die ich bewundere und die für mich der Brückenschlag zur Obamaschen Variante des "Alles ist möglich!" darstellt. Und jetzt bin ich dann ganz visionär - aber warum sollte Leoben nach der nächsten Gemeinderatswahl denn nicht wirklich eine Frau Bürgermeisterin, gestellt von der ÖVP, haben?
Che Guevara, der für mich an sich keine denkmalwürdige Person ist, hat zumindest einen guten Satz einmal gesagt: "Seien wir realistisch - wagen wir das Unmögliche!". In diesem Sinne freue ich mich schon auf den "Change" in der Stadt Leoben...


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