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So ein Kartenhaus bricht schnell zusammen…
So schnell kann ein falscher Eindruck entstehen. Da behauptet SPÖ-Fraktionschef Labg. Erich Prattes in einer Presseaussendung, dass die Investoren des Asia Spa in Leoben rund € 37,5 Mio aufwenden. Im gleichen Atemzug kommt von Erich Prattes die Aussage, dass an diesem Investor (Asia Spa Betriebs Ges.m.b.H.) die Hotelgruppe Falkensteiner sowie die Stadt Leoben Anteile halten. So entsteht der Eindruck, dass auch die Hotelgruppe Falkensteiner ihr Scherflein an der Finanzierung dieser Einrichtung beigetragen habe.
Allen Leobenerinnen und Leobenern sei aber die Wahrheit nicht vorenthalten: Außer der nach dem Handelsrecht notwendigen Stammeinlage hat die Hotelgruppe Falkensteiner keinen Cent und keinen Euro an der Finanzierung dieses Bades beigetragen. Das gesamte Bauvorhaben (Relax Spa, Asia Spa, Hotel, Parkplätze) wird ausschließlich durch einen finanziellen Zuschuss der Stadtgemeinde Leoben und durch Kreditaufnahmen am freien Kapitalmarkt finanziert. Die Hotelgruppe Falkensteiner stellt zwar ihr Know-how bei der Errichtung und dem Betrieb der Hotelanlage zur Verfügung, wofür ihr ausdrücklich gedankt sei, trägt aber keinerlei finanzielles Risiko beim Betrieb dieser Anlage. Das finanzielle Risiko trägt ausschließlich die Stadtgemeinde Leoben!
Und noch eines sei bei dieser Gelegenheit berichtigt: Die Wortspende, sprich Beschimpfungen des Bürgermeisters und von Labg. Erich Prattes an die Adresse des Tourismusverantwortlichen in der Steiermark, LH-Vize Hermann Schützenhöfer, sind mehr als entbehrlich. Auch Hermann Schützenhöfer hat keine Euro-Presse im Keller stehen, und die Tourismus-Abteilung hat sehr gut fundiert begründet, warum für das Leobener Bad keine Förderzusage gemacht werden kann.
Daran mag auch die chinesische Aufmachung nichts ändern: Das Leobener Bad ist ein Projekt mit lokaler Bedeutung! Als Ergänzung zum Kongresstourismus, der durch den Hotelkomplex aufgewertet wird, sehr positiv, aber auch nicht mehr.
Und zudem: Die Steiermark-Tourismus hat sehr wohl zugesagt, dass die Au Vision in die Marketinglinie der STG aufgenommen wird. Zusammenarbeit wird also gelebt!
Als Kommunalpolitiker freut es mich natürlich, dass es Erich Prattes mit einem Entschließungsantrag gelungen ist, die Steiermärkische Landesregierung zu beauftragen, mit BM Martin Bartenstein in neue Verhandlungen wegen der abgesagten Bundesmitteln (2,85 Mio. €) zu treten.
Dazu gesagt sei aber auch hier: nicht BM Bartenstein hat abgelehnt, sondern die Stellungnahme der AWS (dort sitzen die Vertreter der Sozialpartner) war bereits negativ!
Gewünscht hätte ich mir, dass Erich Prattes einen solchen Eifer an den Tag gelegt hätte, als es um die Verlegung der Augenabteilung vom LKH Leoben an das LKH Bruck/Mur gegangen ist. Oder dass er einen solchen Eifer an den Tag legen würde, wenn es darum geht, die damals von der Politik und der Kages gemachten Zusagen jetzt endlich einzufordern. Aber wahrscheinlich war dies zum damaligen Zeitpunkt und ist es auch zum jetzigen Zeitpunkt nicht opportun, ist doch der eigene SPÖ-Mann Chef des Gesundheitsressorts. Darum schweigt Erich Prattes zu diesen wichtigen Themen. Schade!
GR. Herbert Hatzenbichler
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