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Leoben unter der Herrschaft von VP-Buergermeisterinnen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Administrator   
Freitag, 26. November 2010
3. Bürgermeisterinnen- und Vizebürgermeisterinnentagung der Politischen Akademie
Leoben unter der Herrschaft von VP-Bürgermeisterinnen

Nach Innsbruck und Eisenstadt ist diesmal Leoben Austragungsort der in Folge dritten ÖVP-Bürgermeisterinnen- und Vizebürgermeisterinnentagung, die von der Politischen Akademie organisiert wird.
Rund 40 Bürgermeisterinnen und Vizebürgermeisterinnen der ÖVP treffen sich für diese 2-tägige Konferenz in Leoben, um sich einerseits auszutauschen und zu vernetzen, andererseits aber auch konkrete Themen mit Experten zu diskutieren.

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Leiterin dieser Tagung ist die Neo-Bundesleiterin der Frauenbewegung NRAbg. Dorothea Schittenhelm, die als Bürgermeisterin von Bisamberg selbst mit allen Belangen der Kommunalpolitik vertraut ist. „Wir haben zwar mittlerweile schon 74 ÖVP-Bürgermeisterinnen in Österreich, bei einer Gesamtzahl von 1036 ÖVP-geführten Gemeinden ist mir das aber noch bei weitem zu gering“, so Schittenhelm in ihrer Einleitung.
Erfreut zeigte sie sich über die richtige Entwicklung, so konnte in diversen Gemeinderatswahlen von 2008-2010 die Zahl der Bürgermeisterinnen von 49 auf 74 und die Zahl der Vizebürgermeisterinnen von 166 auf 280 angehoben werden.
„Es ist aber nach wie vor so, dass wir Kommunalpolitikerinnen immer wieder angeredet werden, wie wir diese Aufgabe mit Familie und Kindern vereinen können, während kein Mann jemals mit dieser Fragestellung konfrontiert wird“, berichtet Schittenhelm aus ihrer Erfahrung.
Aufhorchen lässt Schittenhelm übrigens mit der Forderung, für alle Listen in der ÖVP das Reißverschlusssystem (abwechselnd Mann-Frau) einzuführen.

Auch die „Hausherrin“ LAbg. Vzbgm. Eva Maria Lipp berichtete aus ihrer Erfahrung: „Auch ich erlebe, obwohl jetzt schon das sechste Jahr Vizebürgermeisterin von Leoben, teils recht kuriose Reaktionen auf die Ausübung dieser Funktion!“ Gerade deshalb fordert Lipp die Frauen im Bezirk auf, „aktiv Funktionen zu übernehmen, und nicht nur die Funktion der Schriftführerin, sondern als Obfrau, Gemeinderätin oder im Gemeindevorstand!“

Ein spezielles Thema dieser Konferenz wird das Thema „Soziale Absicherung in der Politik sein“. Schittenhelm dazu: „Seit der großen Politikerbezügereform 1998 gibt es ja keinen Pensionsanspruch mehr, auch nicht für eine Funktion auf kommunaler Ebene. Im Wissen, dass das alte System wirklich überbordend war, erheben wir dennoch die Forderung, dass die aktive Zeit in der Politik zumindest als Pensionszeit angerechnet werden kann. Details werden wir in dieser Tagung diskutieren!“
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