| Leiharbeiter in der Gemeinde Leoben |
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| Geschrieben von Administrator | |||||||
| Sonntag, 14. Dezember 2008 | |||||||
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Leiharbeiter in der Gemeinde Leoben AK-Vizepräsident Franz Gosch fordert in einer Presseaussendung eine Arbeitstiftung für Leiharbeiter, womit er aus meiner Sicht vollkommen Recht hat. Leiharbeiter sind moderner Menschenhandel und diesem ist um der Menschenwürde dringend ein Riegel vorzuschieben. Auch in der Stadtgemeinde Leoben sind Leiharbeiter bzw. Leasingarbeitskräfte als Buschauffeure, Kindergartenpädagoginnen und Kinderbetreuerinnen beschäftigt. Das hat die Stadtgemeinde Leoben absolut nicht nötig! Eine Stadtgemeinde ist ein öffentlicher Dienstgeber, der seine Angestellten mit Steuergeld bezahlt. Diese fleißigen Menschen sollen für ihre Arbeit entsprechende Arbeitssicherheit haben! Es ist aus meiner Sicht mehr als billig, für die genannten Bereiche Leasingarbeitskräfte zu beschäftigen und andererseits Abteilungsleiter im Rathaus mit diversen - vor allem sicher gut dotierten - Geschäftsführerposten zusätzlich zu ihrem stattlichen Gehalt auszustatten. Es ist einsichtig, dass Dienstnehmer der Stadtgemeinde ihre schon länger gültigen Verträge haben. Diese sind mit den ihnen zustehenden Vorrückungsstichtagen und allen übrigen dienstrechtlichen Voraussetzungen ausgestattet, welche ich nicht angreifen möchte. Es ist aber nicht einsichtig, dass andere Menschen dieselbe Arbeit zu einem geringen Tarif verrichten und bei befristeten Verträgen bei Wiedereinstieg im Gehaltsschema von unten beginnen. Eine Stadtgemeinde Leoben kann ganz leicht auf Grund der Geburtenstatistik und der bekannten jährlichen Zuwanderung abschätzen, wie viele Kindergartenpädagoginnen in unserer Stadt angestellt werden können bzw. auf Grund der Kinderzahl gebraucht werden. Zurzeit sind immerhin 18 Damen über eine Leasingfirma beschäftigt. Diese Pädagoginnen leisten wertvolle Arbeit für die kommende Jugend, sie lieben ihren Beruf und verdienen Sicherheit durch ein ordentliches Dienstverhältnis mit der Stadtgemeinde Leoben. Weiters ist es sehr leicht abschätzbar, wie viele Buschauffeure für einen ordentlichen Betrieb verfügbar sein müssen. Oder ist dies schon der erste Schritt der Ausgliederung des öffentlichen Verkehrs? Damit käme die Stadt Leoben ihren sozialen Aufgaben einmal mehr nicht nach. Öffentlicher Verkehr ist attraktiv zu gestalten und für viele täglich von Nöten. Leiharbeit hat bei einem öffentlichen Dienstgeber nichts zu suchen. Ich sehe auch keinen Grund, derartige moderne „Sklavenhändler" zu unterstützen. Denn ganz umsonst werden sie die fleißigen Menschen nicht vermitteln. Im Falle von Kündigungen stehen diese Menschen wieder vor der Stunde Null. Keine Stiftung fängt sie auf und unterstützt sie bei Weiterbildungsmaßnamen u. dgl. Daher mein Appell an die Stadtherrschaft mit Bürgermeister HR. Dr. Matthias Konrad, Menschen im Dienste der Öffentlichkeit gefälligst anzustellen und nicht immer wieder kurzfristige Verträge abzuschließen. Das schadet diesen Menschen doch sehr! Ing. Eva Maria Lipp Vizebürgermeisterin der Stadt Leoben
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