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Geschrieben von Administrator   
Sonntag, 11. Oktober 2009
ÖBB streicht Direktverbindung Graz – Linz
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Die Bahn will 1,4 Millionen Euro für einen Zug

Die ÖBB muss sparen. Die im Vorjahr am Kapitalmarkt verzockten 600 Millionen Euro fehlen im Budget. Leidtragende sind die Pendler und Fahrgäste, welche jetzt die Folgen zu tragen haben.

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Nach der Aufregung um die eingestellte Gesäusebahn gibt es eine „Geheimstudie“ in der vier weitere steirische Nebenbahnen auf der Abschussliste stehen. In der Obersteiermark kocht die Volksseele, nachdem die ÖBB die einzige Direktverbindung von Graz nach Linz streichen will und hier vor allem die Fahrgäste ab dem Bahnhof Leoben betroffen sind. Jetzt formiert sich Widerstand auch in der Region, der ÖVP-Arbeitnehmerbund, die Christgewerkschafter und die Pendlerinitiative wollen sich den scheibchenweisen Abbau des Fahrplan-Angebotes nicht gefallen lassen. „Die ÖBB pfeift auf ein Einzugsgebiet von 160.000 Menschen im Mur und Mürztal“, wettert Pendlerobmann AK-VPräs. Franz Gosch. „Gezählt werden nur die Fahrgäste die direkt von Graz nach Linz reisen, Zusteiger in Leoben sind offenbar uninteressant.“ Aufgrund der starken Proteste will die Bahn jetzt einen Direktbus von Graz nach Linz einführen. Fahrgäste von Leoben Richtung Linz können diese Verbindung damit vergessen.
Die ÖBB stellt als Bedingung für die Erhaltung dieser leistungsstarken Zugverbindung, dass die Steiermark 1,4 Millionen Euro aus dem Landesbudget zuschießt. Dazu die Leobener Vizebürgermeisterin Eva Lipp: „Die ÖBB nötigt das Land und fordert für den Fernverkehr zusätzlich Geld, obwohl die Bahn für die Basisinfrastruktur verantwortlich ist.“
AK-VPräs. Gosch setzt nach: „ Die ÖBB wird jährlich mit 7 Milliarden Euro subventioniert und wir zahlen auch noch für die Fahrkarte, da können wir doch einen ordentlichen Fahrplan erwarten?“

ÖAAB und FCG leisten Widerstand
Die Leobener Bezirksorganisationen von ÖAAB und FCG leisten bereits Widerstand. Die Bezirksobmänner Wolfgang Fleck (ÖAAB) und Gernot Wallner (FCG) werden an die ÖBB zuständige Infrastrukturministerin Doris Bures herantreten: „Wir fordern die Ministerin auf zu handeln, bevor unsere Infrastruktur den Bach hinunter geht.“
„Jede Angebotsverschlechterung bei den Öffis bringt mehr Verkehr auf der Straße, so schnell sind Klimaschutzziele vergessen“, schließt Pendlerobmann Franz Gosch.

Rückfragehinweis: 0676/817114227

Bildunterschrift:
Leisten Widerstand gegen ÖBB-Schließungswelle: Gosch, Lipp, Fleck, Wallner
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