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Wegen der Tariferhöhungen im Asia Spa gehen die Wogen in der Leobener Bevölkerung hoch. Die Gemeinde hat mit der Rathausmehrheit SPÖ erkannt, dass etwas getan werden muss, um den Abgang von 1 Million Euro im operativen Bereich beziehungsweise von über 2 Millionen Euro im Gesamtbereich abzufangen. Aber müssen wirklich die reinen Poolbesucher bzw. im Sommer die Freibadbesucher den großen Abgang im Wellnessbereich mitzahlen?

Durch die Tariferhöhungen rechnet man mit einem 10-15% Besucherrückgang. Aber sollte nach dem Zusperren des Werksbades und dem Ausweichen großer Teile der Bevölkerung in die Bäder nach Trofaiach, Niklasdorf und Bruck nicht mit dem Asia Spa ein neues Volksbad für die Leobener entstehen?

„Die SPÖ vergisst bei ihrer Preiskultur gänzlich auf die Einheimischen!“, wettert StR Reinhard Lerchbammer. „Es scheint aber, dass der Dringlichkeitsantrag der ÖVP auf eine günstige Zweistundenkarte beim Bürgermeister Gehör gefunden hat. Da die LE-Card abgeschafft worden ist, sollte ein günstiger Tarif ein Mehr an Nutzern bringen. Wir denken, dass durch eine erhöhte Besucherfrequenz die Verluste zurückgehen.“

Die ÖVP möchte die Entwicklung des Abganges abwarten und nicht wie die KPÖ/FPÖ populistisch übereilt agieren. Mit einer Unterschriftenaktion wird suggeriert, dass man an der Preiskultur noch etwas ändern könnte. Die finanzielle Lage der Stadt lassen beide Parteien gänzlich außer Acht, nur um auf sich aufmerksam zu machen.
„Vor dem Sommer kann man nichts sagen“, meint Lerchbammer, „es gilt abzuwarten, ob die SPÖ gegen allen Glauben auf die richtige höhere Preiskultur gesetzt hat, um die budgetäre Lage des Bades zu sanieren. Erst dann kann man Abschätzungen treffen und gegebenenfalls einen anderen Kurs – der wieder Einheimische in ihr Bad ziehen soll – eingeschlagen werden“.

Die ÖVP will, dass die Einheimischen, die das Bad sowieso finanzieren müssen, wieder günstiger schwimmen können, dass Pool-Besucher und Wellness-Besucher nicht gleich am Abgang der einzelnen Bereiche zahlen.
Es gibt ansonsten kein Volksbad mehr für die Leobener Bevölkerung, man muss wieder eine passende Tarifstruktur schaffen, sodass Einheimische für kurze Schwimmeinheiten auch ein lukratives und vor allem leistbares Angebot vorfindet.